Schutzengel in Freiburg gesichtet

Da ist sie wieder, solch eine Meldung: In Freiburg stürzte ein einjähriges Kind von einem Balkon im 3. Stock neun Meter in die Tiefe. „Wie durch ein Wunder“ titeln die Reporter oder – auch gerne benutzt: „Glück im Unglück“. Denn die Kleine überlebte. Ohne nennenswerte Verletzungen.
Ich stelle mir gerade ein Zehn-Meter-Brett im Schwimmbad vor. Einmal stand ich oben und werde das nicht vergessen, denn ich habe gekniffen. Mir war es zu hoch. So viel Mut konnte ich einfach nicht aufbringen, da runter zu springen. Kleinlaut und verschämt bin ich die Sprossen wieder runter geklettert.
Das Kind wusste nichts von Höhe und Angst. Es stürzte in die Tiefe, wurde von einem Passanten versorgt und überlebte – einfach so. Sprachlos macht das – und irgendwie glücklich.
Mir gefällt der Gedanke, dass es ihn tatsächlich gibt, diesen Schutzengel, der das Kind aufgefangen oder wenigstens ein wenig abgefedert hat, damit der Aufprall nicht so stark war. Stellen wir uns vor, er ist nicht nur bei dieser Versicherungsgesellschaft in der Fernsehwerbung angestellt, sondern tatsächlich unterwegs. Manchmal zumindest.
In Freiburg jedenfalls muss es so gewesen sein. Da hat er die Flügel weit aufgespannt. Am vergangenen Mittwoch. Im Stadtteil Wiehre. Die Nachbarn können es bezeugen.

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